Name der Stadt oder Gemeinde
Gemeinde Baiersbronnn-> www.gemeinde-baiersbronn.de 

Einwohnerzahl
14.986 (Stand 30.09.2016)

Landkreis
Freudenstadt

Regierungsbezirk
Karlsruhe

Name und Adresse der Kontaktperson für den Kommunalen Flüchtlingsdialog:
Nanette Popp
Oberdorfstraße 46
72270 Baiersbronn

Telefon der Kontaktperson
07442 / 8421 - 294

E-Mail der Kontaktperson
poppnanette@gemeindebaiersbronn.de

Bitte beschreiben Sie kurz die Zielsetzung, das Format und die methodische Umsetzung des Flüchtlingsdialogs.

Durchführung am 05.11.2016, 10-17 Uhr

Die Zielsetzung des Seminars war den bereits angelaufenen Integrationsprozess in unserer Gemeinde mit neuem und methodisch aufbereiteten Input zu "füttern".
Das Format war ein ein-Tages-Workshop mit zentralen Akteuren der Gemeinde.
Die methodische Umsetzung erfolgte durch einen dialogorientierten Ideenworkshop.

Was war in Ihrer Kommune der konkrete Anlass für die Durchführung eines Flüchtlingsdialogs? Welche Ausgangssituation fanden Sie vor?

Die Integration gestaltet sich bislang gut. Anlass zur Durchführung des Dialogs war, das vorhandene Potential der Bürger zu nutzen und die Ideen der Bürger für eine nachhaltige Integrationsstrategie zu generieren.
Außerdem ziehen immer mehr Flüchtlinge nach Baiersbronn. Diese gilt es "abzuholen".

Wer hat diese Aufgaben übernommen? Für welche Aufgaben haben Sie Beratungs- und Moderationsleistungen in Anspruch genommen?

Konzipiert und moderiert wurde der dialogorientierte Ideenworkshop von Dr. Thomas Pfohl (Taten.Drang) und Danijel Paric (Polis-Institut).

Dr. Thomas Pfohl
Taten.Drang
Rohrbacher Str. 23
69115 Heidelberg

Danijel Paric, M.A.
Polis-Institut
Robert-Leicht-Str. 135
70569 Stuttgart

Welche Themen wurden im Flüchtlingsdialog diskutiert und bearbeitet?

Erarbeitung einer gemeinsam Ideen, wie dieIntegrationsarbeit in Baiersbronn noch weiter verbessert werden kann.Nach einer Analyse der Ist-Situation wurden in drei Teams entlang drei konkreter Handlungsfelder passgenaue Verbesserungsansätze erarbeitet:

    • Sprache
    • Flüchtlingen die Integration erleichtern
    • Integration in das Gemeindeleben

Bitte nennen Sie die Teilnehmergruppen und die Anzahl der Personen, die an dem Flüchtlingsdialog teilgenommen haben.

Die Gruppe der 14 Personen sind zentrale Akteure im Bereich der Integration und setzten sich aus folgenden Bereichen zusammen:
- Vertretung des Ehrenamt
- Vertretung der Gemeinde
- Vertretung der Schule
- Vertretung der Arbeitgeber

Wie zufrieden sind Sie mit dem Ablauf der Dialogveranstaltung(en)? (Format, Struktur, Moderation, Transparenz, fairer und respektvoller Umgang, Informationsmaterial etc.)

Wie zufrieden sind Sie mit den Ergebnissen der Dialogveranstaltung(en)? (Diskussionsqualität, Erkenntnisse, Ergebnisse, anderer Mehrwert etc.)

Format = gut, hätte mir noch mehr TN bzw. Interesse an der Veranstaltung gewünscht.

Struktur = sehr gelungen
Moderation = sehr gut, sympathisches Team!
Transparenz = sehr gut
Fairer und respektvoller Umgang = sehr gut
Informationsmaterial = gute Ergebnispräsentation

Diskussionsqualität = sehr positiv

Erkenntnisse = eigentlich gut, jedoch bin ich noch unschlüssig wie eine gute Umsetzung (v.a. bei der Beteiligung der Flüchtlinge) aussehen kann.

Ergebnisse = brauchbare Ergebnisse, mit denen ich nun gut weiterarbeiten kann.

Nennen Sie drei wichtige Ergebnisse bzw. konkrete Maßnahmen, die im Flüchtlingsdialog erarbeitet wurden.

Wie schätzen Sie die Wirkung des Flüchtlingsdialogs ein: Werden die Ergebnisse des Flüchtlingsdialogs in Ihrer Kommune zu weiteren Handlungen bei Akteuren aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft führen? Welche konkreten Schritte wurden dazu vereinbart?

Ein sehr zentrales Ergebnis war, dass man viel mehr die Betroffenen, also die geflüchteten Menschen mit einbeziehen muss. Es wird viel über sie geredet, über Erwartungen an sie. Dabei ist es sehr wichtig zu erfahren, welche Zukunftspläne sie haben, ob sie überhaupt "integriert" werden oder nach dem Krieg wieder in ihr Heimatland zurück wollen.Das Erlernen der Sprache ist sehr wichtig und muss weiterhin gefördert werden. Dafür muss von Seiten der Behörden und dem Ehrenamt Personal, Geld, Räumlichkeiten und Kinderbetreuung gestellt werden, zugleich muss von den Flüchtlingen eine hohe Bereitschaft zum Lernen vorhanden sein! Die Mütter in den Familien dürfen nicht "vergessen" werden. Insbesondere was den Spracherwerb angeht. Einige der Ergebnisse sind relativ zeitnah zu realisieren. Andere benötigen mehr Zeit. Generell sind die Ergebnisse nicht utopisch und somit umsetzbar. 

Wie hoch schätzen Sie die in Ihrer Kommune entstandenen Kosten für Organisation und Durchführung der Flüchtlingsdialoge ein? (Beratungs- und Moderationskosten, Sachmittel etc.)

Stehen Aufwand und Ergebnis in einem guten Verhältnis?

- Beratungs- und Moderationskosten: 3000€
- Sachmittel  : 78,24€
- Verpflegung: noch offen
- Raumnutzung
- Personalkosten

Durch den Fördertopf stehen Aufwand und Ergebnis in einem guten Verhältnis.

Herzlichen Dank nochmal dafür!

Was würden Sie beim nächsten Mal anders machen?

Welche Verbesserungsvorschläge haben Sie, insbesondere auch im Hinblick auf die Rahmenbedingungen?

Geflüchtete Menschen mitnehmen.

Versuchen, mehr Bürger zu erreichen.