Name der Stadt oder Gemeinde
Enzkreis-> www.enzkreis.de

Einwohnerzahl
ca. 200.000

Landkreis
Enzkreis

Regierungsbezirk

Karlsruhe

Name und Adresse der Kontaktperson für den Kommunalen Flüchtlingsdialog:

Regina Ehrismann

Zähringerallee 3

 75177 Pforzheim

Telefon der Kontaktperson
07231 - 3089719

E-Mail der Kontaktperson
regina.ehrismann@gmail.com

Bitte beschreiben Sie kurz die Zielsetzung, das Format und die methodische Umsetzung des Flüchtlingsdialogs.

Durchführung am 09.02.2017, 18.00 - 22.00 Uhr

Die beiden Moderatoren haben mit partizipativen und motivierenden Design-Thinking-Methoden einen Workshop gestaltet, bei dem herausgearbeitet werden sollte, wie sich die Zusammenarbeit zwischen den Ehrenamtlichen und dem Landratsamt noch besser gestalten kann.

Was war in Ihrer Kommune der konkrete Anlass für die Durchführung eines Flüchtlingsdialogs? Welche Ausgangssituation fanden Sie vor?

Grundsätzlich funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Landratsamt und Ehrenamt gut. Jedoch kam es aufgrund mangelnder Einblicke in die Arbeit des jeweils anderen immer wieder zu Konflikten und Missverständnissen, die auch auf Kommunkationsschwierigkeiten zurückzuführen sind.

Um hier Abhilfe zu schaffen und die Zusammenarbeit konkret zu verbessern, wurde der Kommunale Flüchtlingsdialog durchgeführt.

Wer hat diese Aufgaben übernommen? Für welche Aufgaben haben Sie Beratungs- und Moderationsleistungen in Anspruch genommen?

Dr. Thomas Pfohl & Danijel Paric, Taten.Dran, Heidelberg

  • Beratung zur Findung von Unterthemen für Kleingruppen
  • Planung und Moderation der Durchführung des Kommunalen Flüchtlingsdialogs

Welche Themen wurden im Flüchtlingsdialog diskutiert und bearbeitet?

Folgende Diskussionsthemen waren geplant: Bildung, Arbeit, Wohnraum, Wertschätzung, Deutschkurse, Kommunikationswege, Schulungen und Struktur (Aufgabendefinition, Aufgabenabgrenzung, Arbeitsrechtliches). Der Workshop hat sich jedoch so entwickelt, dass schießlich nur die Themen Bildung, Arbeit und Deutschkurse besprochen wurden.

    Bitte nennen Sie die Teilnehmergruppen und die Anzahl der Personen, die an dem Flüchtlingsdialog teilgenommen haben.

    Am Kommunalen Flüchtlingsdialog nahmen 36 Ehrenamtliche (Vertreter der Ehrenamtskreise aus 22 der 28 Gemeinden des Enzkreises) und 10 Mitarbeitende des Landratsamtes (Amts- und Sachgebietsleitungen der verschiedenen Ämter) teil.

    Wie zufrieden sind Sie mit dem Ablauf der Dialogveranstaltung(en)? (Format, Struktur, Moderation, Transparenz, fairer und respektvoller Umgang, Informationsmaterial etc.)

    Wie zufrieden sind Sie mit den Ergebnissen der Dialogveranstaltung(en)? (Diskussionsqualität, Erkenntnisse, Ergebnisse, anderer Mehrwert etc.)

    Zwar wurden der gegenseitige Austausch und einige der genannten bzw. entwickelten Ideen geschätzt. Negativ wurde jedoch der enorme Zeitdruck genannt, der einen intensiveren Austausch verhinderte. Auch wurde die Vorstellungsrunde von einigen als zu lang empfunden. Die Moderation wurde in den Rückmeldungen beispielsweise als "zu forsch" bezeichnet - teilweise gar als unhöflich bis unfreundlich.

    Die Diskussionen waren sehr offen und großteils aufschlussreich. Es wurde deutlich, dass die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt von vielen Ehrenamtlichen bereits als sehr gut empfunden wird. Es war interessant, Sichtweisen und Impulse zu verschiedenen Themen auszutauschen.

    Nennen Sie drei wichtige Ergebnisse bzw. konkrete Maßnahmen, die im Flüchtlingsdialog erarbeitet wurden.

    Wie schätzen Sie die Wirkung des Flüchtlingsdialogs ein: Werden die Ergebnisse des Flüchtlingsdialogs in Ihrer Kommune zu weiteren Handlungen bei Akteuren aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft führen? Welche konkreten Schritte wurden dazu vereinbart?

    • In vielen Bereichen funktioniert die Zusammenarbeit bereits besser als erwartet.
    • Eine Ausweitung oder bessere Koordinierung des Schulungsprogramms für Ehrenamtliche ist nicht notwendig.
    • Die Themen, die sowohl Ehrenamtliche als auch das Landratsamt momentan verstärkt beschäftigen, sind Bildung und Arbeit.

    Das Landratsamt wird die Ehrenamtlichen besonders in Bezug auf die Versorgung von Jugendlichen mit Berufsschulplätzen zukünftig stärker einbinden.

    Wie hoch schätzen Sie die in Ihrer Kommune entstandenen Kosten für Organisation und Durchführung der Flüchtlingsdialoge ein? (Beratungs- und Moderationskosten, Sachmittel etc.)

    Stehen Aufwand und Ergebnis in einem guten Verhältnis?

    3.000 € für Beratung und Moderation, ca. 500 € für Sachmittel und Catering.

    In Anbetracht des aufwändigen Aufbaus und des hohen organisatorischen Aufwandes fiel das Ergebnis etwas dürftig aus.

    Was würden Sie beim nächsten Mal anders machen?

    Welche Verbesserungsvorschläge haben Sie, insbesondere auch im Hinblick auf die Rahmenbedingungen?

    Andere Moderatoren beauftragen, keine oder viel kürzere Vorstellungsrunde, mehr Zeit für ausführlichere Diskussionen.