Name der Stadt oder Gemeinde:
Horb am Neckar -> www.horb.de

Einwohnerzahl:
24.947 (Stand 30.04.2017)

Landkreis:
Freudenstadt

Regierungsbezirk:
Karlsruhe

Name und Adresse der Kontaktperson für den Kommunalen Flüchtlingsdialog:
Kristin Schober
Marktplatz 8
72160 Horb am Neckar

Telefon der Kontaktperson:
07451 / 901-141

E-Mail der Kontaktperson:
K-Schober@Horb.de

Bitte beschreiben Sie kurz die Zielsetzung, das Format und die methodische Umsetzung des Flüchtlingsdialogs.

Durchführung am: Donnerstag, 19.05.2017, 15:30-20:00 Uhr

Die Zielsetzung des Dialogs war den Integrationsprozess in unserer Stadt weiter voranzutreiben. Anhand der Leitfrage: "Wie können wir Integration gemeinsam gestalten=" wurde der dialogorientierte Workshop durchgeführt. Dafür war ein Zeitrahmen von vier Stunden vorgesehen.

Was war in Ihrer Kommune der konkrete Anlass für die Durchführung eines Flüchtlingsdialogs? Welche Ausgangssituation fanden Sie vor?

Die Integration gestaltet sich in der Stadt Horb mit ihren 17 Teilorten bislang gut. Anlass für die Durchführung eines Flüchtlingsdialog war, dass Potential der Bürger und "Neubürger" zu nutzen und neue Ideen, Projekte ins Leben zu rufen und eine bessere Vernetzung zu schaffen. Darüber hinaus haben immer mehr Geflüchtete eine Aufenthaltserlaubnis, was bedeutet, dass die Integrationsarbeit für diese Zielgruppe immer wichtiger wird.

Wer hat diese Aufgaben übernommen? Für welche Aufgaben haben Sie Beratungs- und Moderationsleistungen in Anspruch genommen?

Konzipiert und moderiert wurde der dialogorientierte Ideenworkshop von Dr. Thomas Pfohl (Taten.Drang) und Danijel Paric (Polis-Institut)

Dr. Thomas Pfohl – Taten.Drang
Rohrbacher Str. 23
69115 Heideberg

Daniel Paric, M.A.
Polis-Institut
Robert-Leicht-Str. 135
70569 Stuttgart

Welche Themen wurden im Flüchtlingsdialog diskutiert und bearbeitet?

Im Flüchtlingsdialog wurde zu den Themenkomplexen diskutiert:

  • Arbeit und Ausbildung
  • Sprache und Schule
  • Freizeit und Vereine
  • Ehrenamt
  • Wohnraum (Kommunikation)

    Bitte nennen Sie die Teilnehmergruppen und die Anzahl der Personen, die an dem Flüchtlingsdialog teilgenommen haben.

    Insgesamt nahmen am Flüchtlingsdialog 47 Personen teil. Die Funktion der Akteure setzt sich wie folgt zusammen: 

    • Vertreter des Ehrenamts
    • Vertreter der Schule
    • Vertreter der Stadtverwaltung Horb
    • Vertreter des Gemeinderats
    • Vertreter der Geflüchteten
    • Vertreter des Jobcenter
    • Vertreter der Agentur für Arbeit
    • Vertreter der Vereine
    • Vertreter der Caritas
    • Vertreter der Diakonie

    Wie zufrieden sind Sie mit dem Ablauf der Dialogveranstaltung(en)? (Format, Struktur, Moderation, Transparenz, fairer und respektvoller Umgang, Informationsmaterial etc.)

    Wie zufrieden sind Sie mit den Ergebnissen der Dialogveranstaltung(en)? (Diskussionsqualität, Erkenntnisse, Ergebnisse, anderer Mehrwert etc.)

    Format: sehr gut 

    Struktur: sehr gelungen

    Moderation: sehr gut – junges sympathisches Team.

    Transparenz: sehr gut

    Fairer und respektvoller Umgang: sehr gut

    Informationsmaterial: sehr gute Ergebnispräsentation

    Diskussionsqualität: sehr positiv

    Erkenntnisse: sehr zufrieden, muss nun geschaut werden, wie dies umgesetzt werden kann.

    Ergebnisse: sehr brauchbare Ergebnisse!

    Nennen Sie drei wichtige Ergebnisse bzw. konkrete Maßnahmen, die im Flüchtlingsdialog erarbeitet wurden.

    Wie schätzen Sie die Wirkung des Flüchtlingsdialogs ein: Werden die Ergebnisse des Flüchtlingsdialogs in Ihrer Kommune zu weiteren Handlungen bei Akteuren aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft führen? Welche konkreten Schritte wurden dazu vereinbart?

    Die verschiedenen Arbeitsgruppen entwickeln integrative Ideen. Aus dem Themenfeld "Sprache und Schule" kamen Ideen der Vernetzung zum Vorschein. Ziel dieser Idee ist es, einen runden Tisch von Kindergarten und Schule zum Thema Flüchtlingskinder einzuberufen, um besser vernetzt zu sein.

    Bei dem Themenkomplex "Arbeit und Ausbildung" spielt ebenfalls die Vernetzung eine Rolle. Betriebe brauche Mitarbeiter, diese kommen aber nicht zur Arbeitsstelle, da viele Geflüchtete keinen Führerschein haben und der öffentliche Nahverkehr nicht an jede Ortschaft optimal angebunden ist. Daher ging der Appell an die Arbeitgeber, einen Schichtbus für seine zukünftigen Mitarbeiter und bereits bestehende einzuführen.

    Das Team "Wohnraum (Kommunikation)" schlug eine zentrale Anlaufstelle vor, um die Wohnungsakquise und den Wohnungsbedarf besser zu koordinieren.

    Eine monatliche Veranstaltung, zu der alle Geflüchtete und Ehrenamtliche eingeladen werden, um Freizeit- und Vereinsaktivitäten zu besprechen und zu planen, war eine Idee des Teams "Freizeit und Vereine".

    Das Team "Ehrenamt" hat zum Ziel, die Geflüchteten mehr mit in die Arbeit der Ehrenamtlichen einzubeziehen, um diese zu entlasten und die Selbstständigkeit der Geflüchteten voranzutreiben. Das Motto hierbei ist: "Von Flüchtlinge für Flüchtlinge".

    Wie hoch schätzen Sie die in Ihrer Kommune entstandenen Kosten für Organisation und Durchführung der Flüchtlingsdialoge ein? (Beratungs- und Moderationskosten, Sachmittel etc.)

    Stehen Aufwand und Ergebnis in einem guten Verhältnis? 

    • Beratungs- und Moderationskosten: 3.000€
    • Sachmittel: noch offen
    • Verpflegung: 115€
    • Raumnutzung
    • Personalkosten

    Aufwand und Ergebnis stehen in einem guten Verhältnis.
    Herzlichen Dank!

    Was würden Sie beim nächsten Mal anders machen?

    Welche Verbesserungsvorschläge haben Sie, insbesondere auch im Hinblick auf die Rahmenbedingungen?

    Alles super.
    Beim nächsten Mal würde ich inhaltliche Veränderungen vornehmen. 

    Sonst alles super.