Name der Stadt oder Gemeinde
Leinfelden-Echterdingen->www.leinfelden-echterdingen.de

Einwohnerzahl
40.000

Landkreis
Esslingen

Regierungsbezirk
Stuttgart

Name und Adresse der Kontaktperson für den Kommunalen Flüchtlingsdialog:

Mario Matrai, Neuer Markt 3, 70771 Leinfelden-Echterdingen

Telefon der Kontaktperson

0711/1600-326

E-Mail der Kontaktperson

m.matrai@le-mail.de

Bitte beschreiben Sie kurz die Zielsetzung, das Format und die methodische Umsetzung des Flüchtlingsdialogs.

Durchführung am 17. Februar 2017, 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr

 Veranstaltungskonzept: Zukunftswerkstatt-Modell:

  1. Kartenabfrage/Stärke-Schwächeanalyse im Plenum
  2. Aufteilung in themenbezogene Gruppen (die Themen ergeben sich aus der Kartenabfrage)
  3. Gruppenarbeit zu den Themen
  4. Vorstellung der Gruppenarbeit im Plenum

Was war in Ihrer Kommune der konkrete Anlass für die Durchführung eines Flüchtlingsdialogs? Welche Ausgangssituation fanden Sie vor?

Man wollte die Bürgerinnen und Bürger der Stadt mit den geflüchteten Menschen in Kontakt uns ins Gespräch bringen, Transparenz durch Vernetzung zwischen allen Akteuren schaffen, Strukturausbau, Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements in der Flüchtlingsarbeit, Begegnung schaffen, der Abbau von Sorgen und Ängsten sowie den gegenseitigen Austausch fördern.

Wer hat diese Aufgaben übernommen? Für welche Aufgaben haben Sie Beratungs- und Moderationsleistungen in Anspruch genommen?

Herr Christoph Weinmann, Weinmann Moderation Prozessbegleitung Beratung, Friedrich-Blos-Str. 40, 76133 Karlsruhe

 Herr Weinmann hat im Vorhinein die Veranstaltung gemeinsam mit Herr Matrai vorbereitet. Auch war eh verantwortlich für die Moderation der Veranstaltung. Des Weiteren erstellte er nachbereitend ein Fotoprotokoll.

Welche Themen wurden im Flüchtlingsdialog diskutiert und bearbeitet?

    Vernetzung und Kommunikation, Schule und Sprache, Sicht der Flüchtlinge, Arbeit, Wohnen, Organisation, gesellschaftliches Zusammenleben.

      Bitte nennen Sie die Teilnehmergruppen und die Anzahl der Personen, die an dem Flüchtlingsdialog teilgenommen haben.

       Bürgerinnen und Bürger, Herr OB Klenk und Herr BM Dr. Kalbfell, Flüchtlinge, Dolmetscher, Mitglieder der ortsansässigen Arbeitskreise, AWO Mitarbeiterinnen, Stadträte und Stadträtinnen, Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Mitglieder verschiedener Sportvereine, Mitglieder der Kirchengemeinde.

      Anzahl: 90

      Wie zufrieden sind Sie mit dem Ablauf der Dialogveranstaltung(en)? (Format, Struktur, Moderation, Transparenz, fairer und respektvoller Umgang, Informationsmaterial etc.)

      Wie zufrieden sind Sie mit den Ergebnissen der Dialogveranstaltung(en)? (Diskussionsqualität, Erkenntnisse, Ergebnisse, anderer Mehrwert etc.)

       Insgesamt sind wir mit dem Ablauf der Veranstaltung sehr zufrieden. Alle Prozesse „vor und hinter der Bühne“ verliefen reibungslos. Sowohl die Grundstruktur als auch die zeitliche Struktur konnten eingehalten werden. Das Format „Zukunftswerkstatt“ hat sich dahingehend bewehrt, dass sie für das Format „Flüchtlingsdialog“ vom Ablauf her durchaus Sinn ergeben hat. Die Ziele, Maßnahmen, Handlungen und Ergebnisse wurden für alle visualisiert und konnten von den Pinnwänden gut in einen „Maßnahmen-Katalog“ transkribiert werden. Abgesehen von einer etwas unstrukturierten Vorbereitung am Tag der Veranstaltung selbst waren wir mit dem Moderator Herr Weinmann zufrieden. Er führte souverän durch den Tag.

      Transparenz selbst stellte sich vor allem im Laufe des Tages heraus als sich die Teilnehmer mehr und mehr kennenlernten. Der Umgang mit- und untereinander war stets fair und von den gegenseitigen Respekt geprägt. Es gab keinerlei unerwünschte Vorfälle.

       Die Ergebnisse, also die aus Zielen und Maßnahmen herausgearbeiteten Handlungen waren sehr zufriedenstellend. Teilweise gibt es die ein oder andere Sache schon bzw. wird der ein oder andere Vorschlag in LE schon umgesetzt, jedoch kamen auch einige neue Anregungen zur Sprache (s. Anhang). Vor allem die Gruppen „Vernetzung und Kommunikation“, „gesellschaftliches Zusammenleben“ und „Ressourcen“ haben gutes Potential nun als ersten Schritt angegangen und umgesetzt zu werden

      Nennen Sie drei wichtige Ergebnisse bzw. konkrete Maßnahmen, die im Flüchtlingsdialog erarbeitet wurden.

      Wie schätzen Sie die Wirkung des Flüchtlingsdialogs ein: Werden die Ergebnisse des Flüchtlingsdialogs in Ihrer Kommune zu weiteren Handlungen bei Akteuren aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft führen? Welche konkreten Schritte wurden dazu vereinbart?

      Die drei wichtigsten Ergebnisse: noch effektiver Vernetzen und miteinander kommunizieren. Die vorhandenen Ressourcen effektiver nutzen und deren Umsetzung breit kommunizieren. Zusätzlich zu den bestehenden Angeboten weitere Begegnungsmöglichkeiten schaffen (z. B. gemeinsames Kochen).

      Ein weiteres konkretes Ergebnis ist die Erstellung eines Gesamtorganigramms aller Akteure in der Flüchtlingsarbeit. Die Angebote, die bereits bestehen aber nicht allen bekannt sind, sollten durch noch offensivere Öffentlichkeitsarbeit verbreitet werden.

      Die Wirkung des KFD auf Hauptamtliche, Ehrenamtliche und die Bevölkerung war positiv. Der Tag stieß überall auf wohlwollende Kommentare. Die Ergebnisse des Flüchtlingsdialogs werden in unserer Kommune zu weiteren Handlungen bei Akteuren aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft führen. Dazu wurde kommuniziert und vereinbart, dass die erarbeiteten Ergebnisse nicht in der Schublade landen sollen in einer Art Maßnahmen-Katalog einfließen und sukzessive von den jeweils beteiligten Akteuren umgesetzt werden.

      Wie hoch schätzen Sie die in Ihrer Kommune entstandenen Kosten für Organisation und Durchführung der Flüchtlingsdialoge ein? (Beratungs- und Moderationskosten, Sachmittel etc.)

      Stehen Aufwand und Ergebnis in einem guten Verhältnis?

       Moderator und Berater: 3570,00 €

      Schreibwaren: 130 €

      Catering: 1.190 €

      Trinken: 33,00 €

      Raum- und Personalkosten: unbeziffert

       Aus unserer Sicht stehen Aufwand und Ergebnis in einem guten Verhältnis.

      Was würden Sie beim nächsten Mal anders machen?

      Welche Verbesserungsvorschläge haben Sie, insbesondere auch im Hinblick auf die Rahmenbedingungen?

       Wir würden den Tag am Tag selbst organisierter und strukturierter beginnen und zwar dahingehen, dass man mit der Vorbereitung, vor allem der Pinnwände, früher beginnt. 2 Stunden vorher reichten nur ungenügend aus. Auch würden wir uns vom Moderator das nächste Mal wünschen, dass er die Co-Moderatoren strukturierter und geplanter auf ihre Aufgabe vorbereitet bzw. sie intensiver in der Vorbereitungszeit anleitet. Die Rahmenbedingungen wie Raum/Ort, Verpflegung usw. würden wir erneut so auswählen. Allerdings würden wir die Aufgabenverteilung für die Hintergrundaufgaben während der Veranstaltung (Kaffee kochen, Catering aufbauen, Geschirr spülen etc.) im Vorhinein besser strukturieren und aufteilen. Die dafür geplante Personenzahl musste kurzfristig erhöht werden – letztendlich war das aber kein Problem und hat reibungslos funktioniert. Alles in Allem war es ein gelungener Tag, aus welchem viele positive Ergebnisse hervorgegangen sind.