Name der Stadt oder Gemeinde:
Remseck am Neckar -> www.remseck.de

Einwohnerzahl:
26.475

Landkreis:
Ludwigsburg

Regierungsbezirk:
Stuttgart

Name und Adresse der Kontaktperson für den Kommunalen Flüchtlingsdialog:
Jasmine Finckh
Stabsstelle Flüchtlinge
Fellbacher Str. 2
71686 Remseck am Neckar

Telefon der Kontaktperson:
07146 - 289-107

E-Mail der Kontaktperson:
Finckh@Remseck.de

Bitte beschreiben Sie kurz die Zielsetzung, das Format und die methodische Umsetzung des Flüchtlingsdialogs.

Durchführung am: 26.06.2017

Ziel: 

  • Findung von Ideen für Projekte und Maßnahmen 
  • Sprache, Wohnen, Kinder- und Bildung, 
  • Ehren- Hauptamtliche und Geflüchtete, Arbeit und Praktika, Kultur und Freizeit.

Was war in Ihrer Kommune der konkrete Anlass für die Durchführung eines Flüchtlingsdialogs? Welche Ausgangssituation fanden Sie vor?

Um "zufälligem" Handeln vorzubeugen, beschloss der Gemeinderat in Remseck "Leitlinien der Integration" zu entwickeln.
Allgemeine Leitziele sollen gemeinsam mit den Bürgern, Geflüchteten, Ehren - und Hauptamtlichen entwickelt und - im Nachgang regelmäßig überprüft werden. Der KfD war Auftaktveranstaltung dieses Prozesses.

Wer hat diese Aufgaben übernommen? Für welche Aufgaben haben Sie Beratungs- und Moderationsleistungen in Anspruch genommen?

Claudia Peschen, Bonn und Ludwigsburg 
Selbständige Moderatorin und Mediatorin

Dipl. Ing. Claudia Peschen
Adolf-Schlitter-Str. 15/1 
71638 Ludwigsburg
Fon: +49 (0)7141-6484858
Mobil: 0162-8999836
Mail: info@claudia-peschen.de
Homepage: www.claudia-peschen.de

Frau Peschen war als Ko-Moderatorin  auch beim Ersten Kommunalen Flüchtlingsdialog beteiligt

Welche Themen wurden im Flüchtlingsdialog diskutiert und bearbeitet?

siehe oben:
Sprache, Wohnen, Kinder- und Bildung,
Ehren- Hauptamtliche und Geflüchtete, Arbeit und Praktika, Kultur und Freizeit.

    Bitte nennen Sie die Teilnehmergruppen und die Anzahl der Personen, die an dem Flüchtlingsdialog teilgenommen haben.

    Ca. 15 Mitglieder des AK Asyls, ca 10 interessierte Bürger, ca. 15 Hauptamtliche, ca. 10 Geflüchtete.
    Es gibt eine Steuerungsgruppe aus 10 Personen und 6 Arbeitsgruppen mit Moderation. Der Prozess ist auf ein Jahr geplant.

    Wie zufrieden sind Sie mit dem Ablauf der Dialogveranstaltung(en)? (Format, Struktur, Moderation, Transparenz, fairer und respektvoller Umgang, Informationsmaterial etc.)

    Wie zufrieden sind Sie mit den Ergebnissen der Dialogveranstaltung(en)? (Diskussionsqualität, Erkenntnisse, Ergebnisse, anderer Mehrwert etc.)

    Von allen Teilnehmern wurde der Ablauf der Veranstaltung Wert geschätzt und als sehr gut befunden. Auch die vorgesehenen Themenfelder wurden als die Richtigen erachtet und an ihnen wird weiter gearbeitet. 
    Allerdings ist derzeit die große Frage, wie weitere Bürger, die nicht schon  in der Flüchtlingsarbeit engagiert sind,  zur Mitarbeit motiviert werden können. 

    Nennen Sie drei wichtige Ergebnisse bzw. konkrete Maßnahmen, die im Flüchtlingsdialog erarbeitet wurden.

    Wie schätzen Sie die Wirkung des Flüchtlingsdialogs ein: Werden die Ergebnisse des Flüchtlingsdialogs in Ihrer Kommune zu weiteren Handlungen bei Akteuren aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft führen? Welche konkreten Schritte wurden dazu vereinbart?

    Der Leitlinienprozess ist derzeit in vollem Gange. 

    Arbeitsgruppen und Steuerungsgruppe haben sich konstituiert und arbeiten. Ist-Analyse läuft, Schwierigkeiten werden deutlich. Erste Lösungsansätze und Zwischenergebnisse:

    1. Sprache:
      Feststellen der Defizite bei den Sprachangeboten. Überlegung neuer Angebote (Sprachkurse mit Kinderbetreuung und Kurse in Wechselschicht. 
    2. Wohnen:
      Gespräche über Ablauf der Umzüge in die Anschlussunterbringung mit dem Jobcenter. 
    3. Kinder und Bildung:
      Derzeit Festellen des weiteren Bildungs/Betreuungsbedarfs für Kinder und Eltern...
    4. Ehrenamt/Hauptamt/Geflüchtete:
      Verbesserung Kommunikation: Initiierung "Willkommensheft" und Round-Table aller HA
    5. Arbeit und Praktika:
      Erstellen der Bildungsbiografie: Fragebogen.
    6. Freizeit und Kultur:
      Erstellen und Abfragen der Interessen der Geflüchteten mit einem Fragebogen.

    Wie hoch schätzen Sie die in Ihrer Kommune entstandenen Kosten für Organisation und Durchführung der Flüchtlingsdialoge ein? (Beratungs- und Moderationskosten, Sachmittel etc.)

    Stehen Aufwand und Ergebnis in einem guten Verhältnis?

    Honorar der Moderation und Auftaktveranstaltung kann durch den KFD gedeckt werden.
    Weitere Beratungs-, Sach-, Catering- und  Materialkosten sowie Überstunden der MA sind  mit ca. 6000 € anzusetzen. (Budget freigegeben durch GRatsbeschluss). 

    Aufwand und Ergebnis stehen in einem guten Verhältnis: Leitlinien geben allen Akteuren größere Handlungssicherheit, die Abläufe werden klarer geregelt, Doppelstrukturen erkannt und vermieden. 

    Was würden Sie beim nächsten Mal anders machen?

    Welche Verbesserungsvorschläge haben Sie, insbesondere auch im Hinblick auf die Rahmenbedingungen?

    Der Zeitdruck unter dem wir standen war sehr hoch.
    Mit mehr Zeit hätten wir mehr Zeit in Werbung zum Mitmachen investiert, in dem Menschen direkt angesprochen und eingeladen werden. 

    Der Dialog bot uns jetzt einen sehr schönen Auftakt zum Einstieg ins Thema.  

    Gut ist die Ko- und Weiterfinanzierung durch die Stadt und den  Gemeinderatsbeschluss der Stadt Remseck.